Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Bayerischen Landtags. Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Maximilian Deisenhofer entstand eine offene und lebendige Diskussion, in der viele aktuelle Fragen zur Sprache kamen. So wollten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel wissen: „Warum sind die Spritpreise in Deutschland so viel teurer als in Österreich oder Tschechien?“ und „Wie viel wird KI im Landtag eigentlich schon genutzt?“ Fragen wie diese machten deutlich, wie aufmerksam die jungen Menschen politische Entwicklungen verfolgen. Nach dem Besuch im Maximilianeum ging es weiter in die Bayerische Staatskanzlei, wo die Gruppe weitere Einblicke in politische Abläufe auf Landesebene erhielt. Am Abend stand mit der Oper Macbeth im Münchner Nationaltheater noch ein eindrucksvoller kultureller Höhepunkt auf dem Programm.
Am zweiten Tag rückte die gemeinsame Geschichte stärker in den Mittelpunkt. Beim Besuch des Adalbert-Stifter-Vereins erfuhren die Jugendlichen mehr über das kulturelle Erbe der Deutschen aus Böhmen, Mähren und Schlesien. Gerade für die Teilnehmenden des Austauschprogramms war dieser Einblick besonders wertvoll, weil er gezeigt hat, dass deutsch-tschechische Begegnungen nicht nur im Hier und Heute entstehen, sondern auch in einer gemeinsamen Geschichte verwurzelt sind. Bei der anschließenden Stadtführung durch München klang die Fahrt dann in gemeinsamer Runde aus. Eine Lehrkraft des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham brachte die Bedeutung der Lehrfahrt abschließend so auf den Punkt: „Solche Lehrfahrten sind heute wirklich etwas Besonderes. An unserer Schule gibt es das kaum noch. Umso schöner ist es, wenn bayerische und tschechische Schülerinnen und Schüler jetzt auf diese Weise gemeinsam unterwegs sind und miteinander ins Gespräch kommen.“